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3x Lavendel schneiden lohnt sich



Es ist immer dasselbe - ist die Luzerner Fasnacht vorüber, könnte für mich der Frühling defintiv Einzug halten. Ich freue mich dann über jeden einzelnen, wärmenden Sonnenstrahl und über jedes kleine Blütenköpfchen, das sich bereits zeigt. Es kribbelt in meinen Fingern. Ich gehe täglich in den Garten, nur um zu schauen, ob noch alles da ist. :-) Ich würde am liebsten da und dort rupfen, zupfen, schneiden, pflegen. Aber ich weiss, es ist zu früh. Meine Garten-Saison startet mit dem Frühlingsbeginn. Und das hat seinen Grund. Der Mond bzw. der Frühlingsmond. Denn eine meiner ersten Gartenarbeiten ist das Schneiden des Lavendel's.


Lavendel - nach Rosmarin meine zweite grosse Liebe.

Lavendel schneide ich bei abnehmendem Mond, möglichst nahe an Neumond vor Ostern. Das heisst im 2023 ist am 21. März Neumond, also ist in den zwei Wochen davor der Mond abnehmend. Ostern ist am 9. April. Durch den Rückschnitt in dieser Mondphase treten weniger Säfte aus, weil diese somit absteigen. Zusätzlich erhält der Lavendel in dieser Zeit einen Wachstumsschub. Allgemein soll man den Pflanzenrückschnitt bei abnehmendem Mond machen. In den nächsten beiden Monaten haben wir vom 8. bis 20. März sowie vom 7. bis 19. April 2023 abnehmende Mondphasen.


Die Wirkung des Mondes auf Mensch und Natur steht laut Mondkalender unter anderem im Zusammenhang mit den Tierkreiszeichen, die der Mond auf seiner Umlaufbahn durchwandert. Dabei befindet er sich in einem Monat immer ungefähr zweieinhalb Tage in einem Zeichen.

Als Mondgärtnerin gehe ich davon aus, dass der Mond jeweils die Kräfte des Sternbildes des Tierkreiszeichens, in dem er gerade steht, auf die Erde lenkt. Dabei nutzt er für die Kraftübertragung die vier Elemente: Erde, Luft, Wasser und Feuer. Je nachdem, in welchem Tierkreiszeichen der Mond steht, begünstigt er zusätzlich die Wurzel, die Blütenbildung, die Blattmasse oder die Frucht. Beim Lavendel möchten wir eine schöne Blütenbildung. Also sind in der abnehmenden Mondphase die folgende Daten die perfekten Tage für den Lavendelrückschnitt:

Im März: 9./10./11./18./19.

Im April: 14./15.


Der April ist für mich nur eine Notlösung, immerhin dürfte man den Lavendel bereits im Februar schneiden. Nur mit einem rechtzeitigen Schnitt blüht er zum Sommerbeginn und ich kann ihn mit dem Sommerschnitt nochmals zum Blühen bringen.


Im Frühling bekommt der Lavendel also einen richtig schönen Rückschnitt, so dass er nicht verholzt. Meistens treibt der Lavendel zu dieser Jahreszeit schon kräftig aus. Trotzdem darf ein richtiger Rückschnitt einen nicht reuen.

Der zweite Rückschnitt folgt nach der Blüte, ca. anfangs August. Dabei mache ich unterhalb der Blüten den Schnitt. Das Kraut bleibt stehen. Mit diesem Rückschnitt belohnt uns der Lavendel mit einer zweiten Blüte im Herbst.

Den dritten Schnitt mache ich dann im Oktober/November, dann, wenn ich den Garten einwintere. Dieser Schnitt wird nicht mehr so tief wie im Frühling. So hat der Lavendel noch ein wenig «Speck auf den Rippen» und der Winter macht ihm nichts.


Der Lavendel ist eine sehr pflegeleichte Pflanze und braucht keinen Dünger. Anstatt zu düngen machst du besser diese drei Schnitte. Wenn du düngen möchtest, dann nur mit wenig Kompost.


Alles, was ich vom Lavendel schneide, trockne ich. Denn Lavendel ist ein fester Bestandteil meiner H(Aus)räucherungsmischung.


Frühlingsschnitt vom 28. März 2022

Das linke Bild ist vor dem Schnitt,

das mittlere und rechte Bild zeigt den Lavendel nach dem Schnitt.


6 Wochen später am 9. Mai 2022



Lavendel in Küche, Kosmetik und als Räucherwerk

Eine Lavendel-Räucherung ist sehr vielseitig, wirkt desinfizierend, reinigend und segnend. Geht es stressig zu und her, wirkt eine Räucherung mit dem Lavendel ausgleichend und erdend. Er stärkt dann unsere gereizten Nerven und lässt uns abschalten und in einen erholsamen Schlaf finden. Er hilft uns, zu klaren Visionen zu kommen und schützt uns auch vor «Energie-Räubern». Anderseits bringen Lavendelblüten auf dem Räuchersieb unsere inneren Kraftquellen zum Sprudeln, erfrischen unsere Gedanken und schärfen die Sinne. Auch bei Ritualen mit Kindern wie z.B. bei einer Taufe, wird Lavendel gerne verräuchert. Der Duft ist lieblich-süss aber auch erfrischend.


In der Küche mache ich Lavendelsirup sowie Essig und gebe ihn gerne bei der Herstellung von Konfitüren bei. Lavendelzucker kann in manchen Desserts geschmacklich und optisch für eine Überraschung sorgen.


Jedes Jahr mache ich einen Lavendelölauszug. Dabei zieht der Lavendel einen Mondzyklus lang an einem warmen Ort im Öl. Das Lavendelöl kann man zum einen pur einmassieren. Die Wirkung ist dieselbe wie beim Räuchern. Zum anderen mache aber mit dem Lavendelöl und drei weiteren Garten-kräutern eine Kinder-Notfallsalbe. Der zarte Duft von Lavendel lieben die Kinder.


Die Vielseitigkeit dieser Pflanze, die so einfach zu kultivieren ist, ist enorm. So viele Menschen mögen den Lavendelduft so gar nicht - behaupten sie. Aber auf dem Stövchen verräuchert, duftet er ganz anders und es gibt in meinen Kursen immer wieder viele «Ah's und Oh's», weil der Lavendel doch so fein und zart in die Nase steigt. Probier es mal aus. Ich freue mich über dein Feedback.


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