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Zeit ist relativ



Bald zwei Monate sind seit meinem letzten Blogbeitrag vergangen. Meine liebe Nachbarin hat mich darauf hingewiesen und ich dachte mir, ja sie hat Recht. Auf meiner Pendenzenliste steht zu oberst «Blogbeitrag» und er ist wirklich rot markiert. Aber ich sag dir, es ist ein schönes Rot, denn ich schreibe von Herzen gerne. Nun ist es halt so, dass ich mit den Seelenbändern täglich mehrere Stunden am PC sitze und schreibe. Nicht für mich, nicht für den Blog, sondern seitenweise Seelenbotschaften zu den Armbändern. So vieles bleibt zur Zeit liegen und das Wetter lässt mich dem Garten fernbleiben.

Ich darf aber zum Thema Garten sagen, dass ich diesen letztes Wochenende auf Vordermann gebracht habe. Wie habe ich das genossen, diese Stunden im Garten, inmitten meiner geliebten Heil- und Räucherpflanzen und mit der wärmenden Sonne im Gesicht. Es war sogar Wetter für kurze Shorts und das sag ich, die ständig friert.


Erzählen könnte ich dir einiges. Es ist viel los, im Aussen, im Innen, auf unserer Baustelle. Wie immer sprudelt es vor Ideen in mir drin und so oft wünsche ich mir, dass ich mich verdoppeln könnte. Das wäre vielleicht eine Zumutung für die ein und anderen, aber immerhin könnte ich dann meine Ideen umsetzen.


Ich hatte diese Woche ein Gespräch mit einem Medium. Und sie hat doch tatsächlich einer Idee, die ich schon lange hege, noch einen draufgesetzt. Nun ist es halt so, dass ich vieles gerne tun würde, aber einfach keine Zeit habe. Und nur, weil man etwas kann, muss man es ja nicht machen oder in den Dienst für andere stellen, oder? Man sagt, Zeit hat man nicht, die nimmt man sich für das, was einem wichtig ist. Mit anderen Worten, Prioritäten setzen. Und nun, mit dieser ganzen Bauerei, setze ich definitiv andere Prioritäten in meinem Leben. Ich habe im Moment den Kopf nicht frei für diese Idee. Meine Priorität ist also gesetzt. Übrigens hat das Setzen von Prioritäten mit der Zeit zu tun. Mit dem Priorisieren sortiere ich nämlich die Aufgaben nach Wichtigkeit, damit ich meine Energie und Zeit möglichst sinnvoll nutzen kann.


Kürzlich sagte wieder jemand zu mir:«Sag mal, was kannst du eigentlich nicht?» Mir wird diese Frage immer wieder gestellt und ich sage dir, ich kann vieles nicht und dann tu ich es halt auch nicht. Ganz einfach oder? Aber das, was ich kann, mach ich gerne und tue es dann auch bzw. mache eine Dienstleistung daraus. Und dann sieht es so aus, als könnte ich alles und alles, was ich in die Hände nehme, wird zu Gold (auch das wird immer wieder gesagt).

Glaub mir, meine Herausforderung ist es immer wieder, all meine Ideen zu büscheln, zu sortieren, die einen Ideen bereits im Kopf auszumisten und andere zu vertiefen. Wenn ich mit einem Produkt oder einer Dienstleistung rausgehe, dann stecken da bereits viele Stunden (Kopf)-Arbeit und somit Zeit dahinter. Denn wenn ich was mache, mache ich es richtig. Dann ist es durchdacht, von der Idee übers Layout, Marketing, Fotos usw. Es erscheint dann so, als würde ich alles einfach so aus dem Ärmel schütteln und als hätte ich ein riesiges Team im Hintergrund, das meine Ideen umsetzt, damit ich vor meiner geliebten Tasse Kaffee sitzen und warten kann.


Ja ich habe mein Team, aber in einer anderen Welt. In einer Welt, in der nicht real und am physischen Produkt Hilfe geleistet werden kann. Es ist mein Ratgeber-Team, das ich täglich bewusst und in der Stille aufsuche. Da bekomme ich Antworten und auch keine Antworten. Da wird gelacht und auch mal mit den Schultern gezuckt. Wenn ich z.B. in einem Blog schreibe, dass ich auf «eine Normalität bei der Anzahl Seelenbänder-Bestellungen» hoffe, dann hilft mir mein Team dabei. Nur habe ich lange nicht geschnallt, dass ihr Normal und mein Normal zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Ja, Hilfe kommt, aber man muss klar und deutlich kommunizieren. Sowohl hier, wie auch in der geistigen Welt.


Vielleicht fragst du dich, was diese zwei Abschnitte mit dem Thema Zeit zu tun haben. Einerseits möchte ich damit aufzeigen, dass es auch da darum geht, Prioritäten zu setzen. Anderseits möchte ich zeigen, dass zumindest ich mit dem Kopf bei der Sache sein muss und nicht immer vom Aussen abgelgenkt werden will, damit ich spüre, welche Idee ich weiterverfolge und welche nicht. Hat auch mit Zeit zu tun, denn von nichts kommt nichts.


Zurück zum Thema Zeit. Ich bekomme oft den Satz zu hören "du hast keine Zeit, oder?" Wahrscheinlich jammere ich zu oft oder warum werde ich das immer wieder gefragt?

Meine Selbstständigkeit besteht einerseits aus der Arbeit im Garten, in dem Rohstoffe produziert werden, die ich für weitere Produkte brauche. Der andere Teil meiner Arbeit ist medial. Das ist für viele nicht greifbar. Vielleicht habe ich deshalb die Seelenbänder ins Leben gebracht, damit ich mit einem Edelstein-Armband sichtbar machen kann, dass energetische und mediale Arbeit funktioniert.


Ich bin 100% selbstständig. Ich sehe mich als meine eigene Angestellte, die da ist, um ihre Arbeit zu erledigen. Punkt. Mir gegenüber sitzt keine Arbeitskollegin, die das aufarbeitet, was ich liegenlasse. Ich arbeite viel, wirklich viel und das ist mir bewusst. Ich habe ein sehr hohes Arbeitstempo und komme trotzdem nie über den Berg, weil die Nachfrage nach meinen Dienstleistungen noch höher ist. Ich weiss auch, dass ich mir meine Freiheiten, meine Freizeit und Pausen selbst rausnehmen kann und das mache ich mit meinem Partner sehr bewusst. Und ich sage meinem geistigen Team oft: «hey, bitzli weniger Arbeit wäre im Fall voll okay» (genau bei diesem Satz lachen sie immer). Aber meine Arbeit fühlt sich nie als Arbeit an. Ich freue mich am Sonntag darauf, dass morgen Montag ist und ich mich dann wieder an die Arbeit machen kann und darf. Nicht, weil ich die Zeit mit meinem Partner nicht geniesse, sondern weil wir in der kurzen Zweisamkeit des Sonntags unsere Batterien voll aufladen und gestärkt in die neue Woche starten können.


"Du hast keine Zeit oder?" - doch die habe ich! Komm mit mir in den Garten. Während wir zwei Stunden lang Kornblumen ernten, können wir plaudern und News austauschen. Und auch wenn du auf einen Kaffee bei mir vorbei kommen möchtest, nehme ich mir sehr gerne Zeit für dich. Aber weisst du, für was ich wirklich keine Zeit habe und das ist nun einfach meine ehrliche Antwort: ich sitze nicht dreissig Minuten ins Auto, um bei dir zu Hause einen Kaffee zu nehmen. Es tut mir leid, aber da setze ich definitiv andere Prioritäten. Ich schätze es sehr, dass ich eingeladen werde und dass Menschen mit mir ihre Zeit verbringen möchten. Aber wenn ich 100% im Büro arbeiten würde, könnte ich auch nicht einfach zu dir zum Kaffee kommen. Kaffee ja, aber bei mir.

Ich kann dir einige Menschen aufzählen, die das wissen und dann schreiben sie mir eine Nachricht per Whatsapp mit dem einzelnen Wort «Kaffee?» und wir machen ab. Und es ist für sie so klar, dass sie zu mir kommen. Und ich bin da, ohne Zeitdruck, nehme mir diese Pause, um ein oder auch mal zwei Stunden zu plaudern. Oft sind es heilsame Gespräche - für mein Gegenüber, aber auch für mich. Es ist dann für mich eine Auszeit und wenn sie sich wieder auf den Heimweg machen, kann ich umgehend an die Arbeit zurück.

Ich habe Zeit, bin aber weniger flexibel, weil ich nie über den Berg Arbeit sehe, der vor mir ist und ich mir oft Deadlines setze. Das sind manchmal Dinge wie, sich Mitte April auf den Weg zu einer Besprechung für die Verpackung der Räucher-Adventskalender zu machen. Ich muss an alles selbst denken und kann mir nicht erst im November Gedanken machen, wie ich meinen Adventskalender schön und stylisch auf den Markt bringen könnte. Ich bin selbstständig und selbst ständig an der Arbeit. Und das ist gut so. Ich freue mich über jeden, der das akzeptiert und der den "Mut hat", sich bei mir zum Kaffee einzuladen.


«Zeit ist relativ» - das hat Einstein gesagt. Denn Zeitspannen werden von verschiedenen Beobachtern verschieden beurteilt, wenn sie sich in gegenseitiger Bewegung befinden. Ein anderes Wort für relativ ist verhältnismässig.

Google weiss auch viel und hin und wieder google ich Dinge, um mir Zeit zu sparen.


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