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Das Gold des Waldes



Mit mir durch einen Wald zu spazieren, wurde wohl zu einer richtigen Herausforderung. Überall sehe ich Harz - ein paar Meter gehen, dann wieder das Harz bestaunen, berühren und vielleicht sammeln. Es ist kein zügiges Marschieren mehr, mein Blick schweift dauernd umher.

Ein Säckli für das gesammelte Harz habe ich fast immer mit dabei und Werkzeug brauche ich nicht. Denn wenn ich es nicht ohne Werkzeug ernten kann, dann ist es ganz einfach nicht meins. Nur, wenn das Harz ganz trocken ist, darf man es ernten und man kann es von Hand abbrechen. Ist es noch weich, braucht es der Baum selbst noch für seine Wunden.

Manchmal bricht noch ein Stück Rinde mit ab. Das ist für mich genau so ein grosses Geschenk wie reines Harz. Ich lege dann das ganze Stück Rinde mit dem Harz auf das Stövchen. Der Duft ist einmalig - Wald pur, holzig, nussig, harzig - Augen zu und die Gedanken schweifen mitten in einen Wald.


Aber warum nennt man das Harz "Gold des Waldes"? Harz ist ein altes Naturheilmittel. Werden die Bäume verletzt, verschliessen sie ihre Wunden mit dem Harz, das aus dem Stamm kommt. So schützt sich der Baum vor Krankheiten, Schädlingen und Pilzen. Die gleiche Wirkung können wir uns auch für unsere Gesundheit zunutze machen.

Das Harz hat eine antivirale und desinfizierende Wirkung und kann somit bei Schnittverletzungen und Schürfwunden aufgetragen werden und die Heilung beschleunigen.


Harzsalbe

Sie ist mein Allerweltsmittel, die Harzsalbe. Die Herstellung ist nicht ganz ohne, da Harz sehr klebrig ist und Pfannen oder Gläser unbrauchbar macht. Aber die Arbeit lohnt sich und keine Angst, die Salbe klebt nicht.

Da Baumharz auch wärmend ist, kann man es bei Gicht und Rheuma sowie Muskelverspannungen und Gelenkbeschwerden einreiben. Oder wer dauernd kalte Füsse hat, der reibt sich die Füsse mit Harzsalbe ein und spürt schnell mal die wärmende Wirkung. Dazu dieser Duft... mehr Erdung geht kaum, als mit wärmender Harzsalbe an den Füssen.

Wie oben erwähnt kann man es bei Wunden auftragen oder auch mal als Zugsalbe bei einem Holzspiessen im Finger benutzen. Wenn man von einer Erkältung eine wunde Nase hat, reibt man ganz wenig Harzsalbe unterhalb der Nase ein und wird bald eine freie Nase haben.


Räuchern mit einheimischen Baumharzen

Baumharz auf dem Stövchen oder auf der Kohle verräuchert verliert für mich wohl nie seinen Zauber. Seit den ersten Räucher-Erfahrungen ist das Fichtenharz ein ständiger Begleiter. Es ist vor allem das Fichtenharz, dessen Duft es mir so angetan hat.

Es duftet sowohl alleine sehr fein, wie auch in Mischungen. In der Weihnachtszeit bekomme ich nicht genung von meiner Weihnachtsmischung aus Fichtenharz, div. Tannennadeln, Orange, Zimt, Anis usw. Fichtenharz ist stark reinigend, desinfizierend und stärkend. Es klärt den Geist und bringt Licht in die Seele. Während einer Erkältung kann es die Luft reinigen und öffnet die Nase und die Bronchien. Der Duft ist warm bis frisch und für mich auch enorm erdend.


Ich wohne in unmittelbarer Nähe von einem wunderschönen Wald, in dem ich immer viel Fichtenharz finde. Es ist wohl auch deshalb die Liebe zum Fichtenharz. Je heimischer, desto näher am Herzen oder nicht?


Möchtest du die Harzsalbe in deine Apotheke aufnehmen? Ich habe kein grosses Lager an Salben. Lieber stelle ich sie immer wieder frisch her. Melde dich einfach bei Interesse. Mit etwas Glück habe ich die Salbe vorrätig und sonst merke ich mir deinen Namen für die nächste Produktion vor.

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