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Sind wir selbst schuld, dass wir unser Wissen kostenlos verschenken?

  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Mein Instagram- bzw. Blog-Beitrag mit dem Titel «nur kurz» ist auf grosse Resonanz gestossen. Vielleicht erinnerst du dich daran. An dieses «nur kurz», das eben nie nur kurz ist. An das Eintauchen in einen Raum, der Zeit, Energie und Präsenz braucht.

Und genau daraus ist ein neuer Gedanke entstanden. Eine Frage, die mich seither immer wieder begleitet und die ich dir heute ganz ehrlich stellen möchte:


Sind wir selbst schuld, dass wir unser Wissen, unsere Energie und unser Können immer wieder kostenlos verschenken?

Gerade auf Plattformen wie Instagram passiert etwas ganz Spannendes. Wir teilen, inspirieren, geben Einblicke, schreiben Texte und zeigen Prozesse. Oft aus dem Herzen heraus, weil wir etwas weitergeben möchten und Menschen erreichen wollen. Und weil es sich richtig anfühlt.

Und gleichzeitig schleicht sich daraus Gewohnheit ein. Denn je mehr frei zugänglich ist, desto selbstverständlicher wird es. Wir lesen Inhalte, speichern Beiträge, lassen uns inspirieren und konsumieren Gedanken, ohne gross darüber nachzudenken, was eigentlich dahinter steckt.


Doch hinter jedem Beitrag steht ein Mensch. Eine Idee, die gewachsen ist. Erfahrung, die gesammelt werden musste. Zeit, die investiert wurde. Da waren über viele Jahre hinweg immer auch wieder Zweifel, Umwege, Lernen und Weitergehen.

Geht es dir hin und wieder nicht auch so? Du liest etwas und es berührt dich tief. Es öffnet etwas in dir, schenkt dir Klarheit, eine neue Sichtweise oder bringt dich zum Nachdenken. Und genau dann vergessen wir manchmal, dass diese Worte nicht einfach zufällig entstanden sind. Dahinter liegt ein Weg.

Ich glaube, wir haben uns daran gewöhnt, dass alles jederzeit verfügbar ist. Und genau dadurch verschiebt sich auch unser Gefühl für Wert. Wenn alles immer frei zugänglich ist, vergessen wir irgendwann, weiviel Hingabe, Wissen und Energie darin steckt.


Gleichzeitig dürfen wir auch ehrlich zu uns selbst sein. Wie oft geben wir selbst einfach weiter? Wie oft verschenken wir unser Wissen, unsere Zeit und unsere Energie, ohne überhaupt einen Ausgleich in Betracht zu ziehen?

Ich kenne das von mir selbst sehr gut. Denn vieles, was aus meinem Herzen fliesst, teile ich unglaublich gerne. Es fühlt sich leicht an. Und genau hier liegt wohl meine Herausforderung. Was leicht fliesst, wirkt oft selbstverständlich, obwohl genau darin jahrelange Erfahrung steckt.


Es geht nicht darum, nichts mehr zu teilen. Ganz im Gegenteil, es geht darum, auf beiden Seiten bewusster zu werden. Zu fühlen, was dich wirklich berührt und zu erkennen, dass hinter echter Tiefe immer auch Hingabe steht. Vielleicht ist genau jetzt der Moment, in dem wir uns wieder daran erinnern dürfen, dass Geben und Empfangen zusammengehören. Ein Energieausgleich hat nicht nur etwas mit Geld zu tun, sondern auch mit Wertschätzung, Bewusstsein und Respekt.


Es liegt in unserer Verantwortung. Wir dürfen als Gebende lernen, unseren eigenen Wert zu erkennen. Und als Empfangende dürfen wir wieder spüren, wann etwas mehr ist als nur «ein schöner Beitrag».


Ja, Energie will fliessen. Aber sie will auch in Balance sein. Und genau hier beginnt ein neues Bewusstsein.


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