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Das Problem ist nicht mein Leben. Es ist dein Blick darauf

  • 14. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Dieses Lächeln im Gesicht, das entsteht, wenn du etwas tust und plötzlich merkst, dass die Zeit keine Rolle spielt. Dieser Moment, in dem du völlig aufgehst und gar nicht bemerkst, wie viel du eigentlich gerade gibst? Genau dort beginnt etwas, das viele von aussen nicht sehen.

 

Kürzlich habe ich in meiner Instagram-Story geschrieben, dass es sich nicht wie Arbeit anfühlt, wenn man liebt, was man tut. Und ich habe Nachrichten bekommen. Worte wie «Du kannst gut reden» oder «Du hast halt deines gefunden». Und weisst du was? Ich habe sie gelesen und teilweise auch gespürt, was zwischen den Zeilen mitschwingt. Doch lass mich dir etwas sagen.

Niemand sieht den ganzen Weg eines anderen Menschen. Niemand weiss, wie viele Schritte, Zweifel, Umwege und mutige Entscheidungen es gebraucht hat, um genau hier anzukommen. Es ist leicht, das Ergebnis zu sehen. Aber das Gefühl dahinter versteht man nur, wenn man es selbst erlebt.

 

Und gleichzeitig geht es mir um etwas anderes.

Es gibt diese Momente im Sommer, in denen die Hände voller Erde sind, der Rücken müde ist und ich bereits viermal das Shirt gewechselt habe. Ja, das ist so richtig streng. Und gleichzeitig schaust du auf das, was da gewachsen ist und dein Herz wird weit.

Ich bin nicht müde vom Tun. Ich bin manchmal müde vom Erklären. Müde davon, immer wieder Worte finden zu müssen für etwas, das man eigentlich nur fühlen kann. Denn wie willst du jemandem erklären, dass dich genau das nährt, was für andere nach zu viel aussieht? Dass ein Tag im Garten dich mehr auffüllt als ein freier Nachmittag auf dem Sofa? Dass Hingabe nicht automatisch bedeutet, dich selbst zu verlieren?

 

Ich durte auf meinem Weg lernen, meine Balance zu finden. Ich muss nicht alles jederzeit anbieten und darf meine Energie achten. Weil ich gespürt habe, dass meine Arbeit nur dann wirklich aus meinem Innersten kommt, wenn auch ich genug Raum habe.

Und genau deshalb fühlt es sich nicht nach endloser Arbeit an, sondern nach einem natürlichen Fluss. Ja meine Tage sind lang und es ist viel. Aber in mir drin ist es ruhig. Ich fühle mich getragen von einer Gelassenheit, die wachsen durfte.


Was du in mir siehst, sagt mehr über dich als über mich.

Und dann war da noch dieses Foto von mir in der Story. Ein Selfie mit starkem Licht von der Seite. Ganz ohne Weichzeichner oder Inszenierung. Einfach ich. Ich mag Selfies überhaupt nicht und doch zeigte ich mich mal wieder.

Auch zu diesem Foto kamen Nachrichten. «Du siehst so erfüllt aus.» Aber genauso auch «Du siehst müde aus.» Und genau da wurde mir wieder etwas bewusst.

Zwei Menschen schauen auf dasselbe Bild und sehen etwas völlig anderes. Denn wenn jemand mein Foto anschaut und sagt, ich sehe müde aus, dann sieht diese Person nicht einfach mich. Sie schaut durch ihre eigene Brille. Durch ihre Erfahrungen, ihre Prägungen und ihre inneren Bilder davon, wie etwas auszusehen hat. Vielleicht ist ein Gesicht ohne Filter für sie automatisch müde? Vielleicht verbindet sie Ruhe mit Erschöpfung?Vielleicht trägt sie selbst gerade eine Müdigkeit in sich, die sie im Aussen wiedererkennt?

All das könnte ich mich nun fragen. Tue ich aber nicht. Ich gebe dem keine Energie und beginne nicht, darüber nachzudenken, was die andere Person fühlen oder meinen könnte. Ich gehe nicht in diese "Vielleichts". Weil ich mich nicht in den Wahrnehmungen anderer verliere. Ich bleibe bei mir. Und wenn jemand anderes sagt, ich sehe erfüllt aus, dann passiert genau das Gleiche. Beide schauen dasselbe Bild an und doch sehen sie etwas völlig anderes. Wir haben verlernt, Echtheit einfach stehen zu lassen.


Es passt so sehr zu allem anderen, was ich hier schreibe. Von aussen wird immer etwas gesehen, interpretiert und eingeordnet. Doch nur du weisst, wie es sich in dir drin anfühlt. Und genau das ist der Punkt, den ich dir mitgeben möchte:

Pause bedeutet nicht für jeden das Gleiche und Erfüllung auch nicht. Für die einen ist es das Nichtstun im Liegestuhl, für die anderen ist es das Tun mit dem Herzen. Beides ist richtig. Die Frage ist nicht, ob du genug Pausen machst. Die Frage ist…

Was füllt deinen Herzakku wirklich?

Und erlaubst du dir, genau davon mehr in dein Leben zu holen? Am Ende geht es nicht darum, was richtig ist, sondern was sich für dich wahr anfühlt. Dein Gefühl kennt den Weg längst.

 

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