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Was dich ruft, hat dich längst erkannt

  • 23. März
  • 3 Min. Lesezeit

Hast du auch schon mal erlebt, wie dein Blick während eines Spaziergangs durch die Natur an etwas hängenblieb? Nicht an allem, was dich umgibt, sondern ganz gezielt an dieser einen Pflanze. Sie hebt sich nicht zwingend durch ihre Grösse oder ihre Farbe ab. Und doch ist sie da. Vielleicht gehst du weiter und vergisst es wieder. Vielleicht bleibst du stehen, schaust genauer hin, gehst sogar in die Hocke und begegnest ihr auf Augenhöhe.


Und genauso, wie dich eine Pflanze in der Natur ruft, ist es auch mit den (Edel)steinen. Ich werde oft gefragt, wie ich bei den Seelenbändern die passenden Steine auswähle. Ob ich nach der Bedeutung gehe, nach Farben, nach Sternzeichen oder bestimmten Themen. Die Wahrheit ist: Ich wähle nicht. Es geschieht.

 

So wie dein Blick draussen plötzlich von einer Pflanze eingefangen wird, so zeigt sich auch der Stein. Ganz ohne Plan und doch mit einer Klarheit, die sich nicht erklären lässt. Es ist kein analytischer Prozess. Ich frage mich nicht, für was der Stein steht und ob er gerade zu dir passt. Es ist vielmehr ein Erkennen und ein inneres Wissen, das einfach da ist.

Und ich weiss in diesem Moment, dass auch dieses Seelenband nicht einfach ein Schmuckstück sein wird. Denn es wird berühren, vielleicht etwas öffnen, etwas ins Rollen bringen oder es bringt eine Erinnerung an etwas, das in den Hintergrund gerückt ist.

Das Spannende ist, dass diese Verbindung nicht erst dann entsteht, wenn das Seelenband bei dir ankommt. Sie beginnt in dem Moment, in dem sich der Stein zeigt und sich etwas fügt, ohne dass man es bewusst steuert.

 

Genau wie in der Natur. Dort draussen suchen wir die Pflanzen oft nicht aktiv. Wir gehen (meistens) nicht mit einer Liste los, um genau diese eine Pflanze zu finden. Und doch begegnen sie uns. Immer wieder genau die, die gerade etwas in uns zum Klingen bringt. Vielleicht ist es die Sanftheit des Schlüsselblümchen oder die Klarheit der Brennnessel. Vielleicht eine Pflanze, die du vorher nie bewusst wahrgenommen hast und plötzlich ist sie überall.

 

Und genau dieses Prinzip zeigt sich auch in der Arbeit mit den Steinen.

Es geht nicht darum, das «Richtige» auszuwählen oder darum, möglichst viel zu wissen oder alles erklären zu können. Es geht darum, wieder zu lernen, wahrzunehmen, zu spüren und zu vertrauen. Denn die Frage ist nicht, was zu mir passt, sondern was mich gerade ruft.

 

Und diese Frage kannst du dir überall stellen. Draussen in der Natur. Wenn dein Blick hängen bleibt, du langsamer wirst und plötzlich etwas siehst, das vorher nicht da war oder das du einfach nie bemerkt hast. Oder auch, wenn du auf einem Markt einem Edelstein begegnest und dich dieser Stein gar magisch anzieht, spürst du es einfach. Dieses erste Gefühl, das «oh» oder das tiefe Wissen. Es ist oft wahrer als jede Erklärung. Wir haben nur verlernt, ihm zu vertrauen. Wir wollen verstehen, einordnen und wissen. Wir suchen nach der Bedeutung im Aussen, statt das Erkennen im Innen ernst zu nehmen. Dabei ist genau dort die eigentliche Verbindung.

 

Achte dich doch bei deinem nächsten Spaziergang bewusst darauf. Nicht suchen oder analysieren. Einfach offen sein und schauen, was dich findest. Frag dich dann vielleicht nicht als erstes, was es für eine Pflanze ist, sondern warum du sie genau jetzt siehst. Denn genau dort beginnt etwas. Ein Erinnern, ein Gespräch mit der Natur oder ein Wiedererkennen deiner eigenen Essenz.

 

Glaub mir, es findet dich, was für dich bestimmt ist.

 

1 Kommentar


Manuela
23. März

Was füre schöni botschaft. Viele herzliche dank liebi sheila.❤️

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