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Wie entstehen meine Räuchermischungen?



Ja das ist eine Frage, die mir immer mal wieder gestellt wird. Wie denn meine Räuchermischungen enstehen. Dazu muss ich gleich mal erwähnen, ich habe eine unglaublich feine Nase und ein sehr gutes Vorstellungsvermögen, auch bei den Düften. Aber mal von vorne.


Wenn ich etwas Neues mischen möchte, dann steht im Vordergrund die Frage, was ich denn mit der Mischung erreichen möchte. Soll die Mischung lieblich sein, fein duften und einfach auf dem Stövchen vor sich hin duften können? Soll sie die Bewohner in Gemütlichkeit und wohlig-sein einlullen? Oder soll sie reinigen, konzentrationsfördernd sein oder das Herz öffnen? Da sind vor dem Mischen also mal einige Fragen, die ich selbst beantworten muss, um eine klare Absicht für das Resultat zu erhalten.


Wenn ich dann die Stichworte vor mir habe, geht's los. Und manchmal geht das ziemlich schnell. Da fliegen mir die passenden Zutaten sozusagen zu und ich notiere alles, was mir dazu einfällt. Das können je nach Thema schon mal um die 15 mögliche Zutaten sein, die mir dazu einfallen. Kräuter, Harze, Hölzer, Wurzlen, Rinden - alles kommt einfach mal aufs Papier. Dann lass ich dies mal auf Papier für mich wirken und streiche die eine und andere Zutat, denn mehr als elf Zutaten mische ich nicht.


Ich habe ein gutes Gefühl, welche Zutaten zueinander passen und einander unterstützen können. Da bin ich meinem guten Vorstellungsvermögen so dankbar. Nach dem Mischen wird ausprobiert. Die meisten Mischungen passen mir von Anfang an. Wenn nicht, schliesse ich die Augen und frage mich, was mich an der Mischung stört, bzw. was denn noch fehlt. Und oftmals ist es eine Zutat mehr und es passt.


Es gibt aber auch noch eine andere Art, wie Mischungen entstehen...


Die Mischung "Herr der Sinne"

Als ich für meinen Online-Shop täglich am Herstellen von neuen Mischungen war und schon zehn wunderbare Mischungen hatte, sass ich inmitten meines Kräutergartens, schloss die Augen und fragte mich: "Fehlt noch was? Habe ich etwas vergessen?"

Und wusch, kam die Antwort - eine Mischung für Männer. Huch, speziell, daran habe ich gar nicht gedacht. Ja und wie soll denn die heissen? Und kaum war die Frage gedacht, kam die Antwort. Na "Herr der Sinne", wie sonst. Ich musste laut lachen. Herr der Sinne, klingt ja wie Herr der Ringe... Nun, das läuft ja wunderbar. Fragen stellen, Antworten kommen. Also weiter: was soll ich denn da reinmischen? Und sämtliche Zutaten waren sofort da, vor meinen Augen. Und es war eine Mischung, die ich so wohl nicht gemacht hätte. Raus aus dem Garten, rein in die Mischwerkstatt. Gemischt, Nase rein, noch ein wenig mehr davon, noch ein wenig hiervon und dann rauf aufs Stövchen mit der Mischung. Und was soll ich sagen? Ein herrlich herber Duft, der beruhigend wirkt, aber den guten Mann auch erdet und und stärkt.


Wenn die Männer eine eigene Mischung erhalten, sollen auch die Frauen ihre Mischung bekommen. Und auf dieselbe Art kam die Mischung "Frauenherz" zustande. Ein zarter Durft, der stärkend, erdend und herzöffnend wirkt.


So entstehen also meine Düfte. Manchmal beginnt die Arbeit mit Bleistift und Papier, ein anderes Mal sehr intuitiv. Das Resultat ist immer wieder spannend und ich freue mich, kann ich zwölf wunderbare Räuchermischungen in meinem Shop anbieten.


Es berührt mich auch immer wieder, wenn ich für Menschen ihre persönlichen Räuchermischungen machen darf. Die Themen dazu sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst.

Kürzlich wünschte sich eine Kundin ihre eigene Mischung und auf meine Frage, was sie mit der Mischung erreichen möchte, sagte sie: «Ich weiss nicht, ich möchte einfach meine eigene Mischung und du wirst genau spüren, was ich brauche. Nur etwas darf nicht drin sein.» Und in dem Moment wusste ich, sie würde gleich den Lavendel nennen und ich wusste, ich würde ihr so was von Lavendel in die Mischung geben. Und sie erwähnte den Lavendel und ich mischte ihn bei. Das Resultat? Sie liebt ihre eigene persönliche Mischung.

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